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Bericht vom Darmstdter Echo

03. November 2012 | hau

Naturidylle am Rande der Stadt

Jubiläum - Griesheimer Angelsportler feiern fünfzigjähriges Bestehen ihres Vereins - Areal im Münchsbruch

Tilo Baumann mit Hecht

Anglerglück hatte Jugendwart Tilo Baumann, der einen 97 Zentimeter langen und 8,3 Kilogramm schweren Hecht an Land zog. Es freuen sich mit ihm Gründungsmitglied Karl-Heinz Wamboldt (links) und Dietmar Neumann (rechts). Foto: Gudrun Hausl

GRIESHEIM.

Der ASV Griesheim kann auf eine rege Vereinsgeschichte zurückblicken. Sie wurde geprägt durch den Einsatz und den Idealismus vieler Mitglieder und Förderer. In diesem halben Jahrhundert veränderte sich unser Vereinsgelände von bloßen Angelteichen zu einem Naherholungsgebiet mit hohem Freizeitwert, erklärt Vorsitzender Albrecht Kalbhenn anlässlich der bevorstehenden Jubiläumsfeier.
Einer, der sich noch gut an die Anfänge erinnern kann, ist Gründungsmitglied Karl-Heinz Wamboldt “ Der Verein ist mein Leben”, gesteht er. Nach wie vor verbringt der Fünfundsiebzigjährige täglich einige Stunden auf dem Vereinsgelände, sowohl zum Angeln als auch, um wahlweise die Geselligkeit oder die Natur zu genießen.

Nachdem sich am 20. Oktober 1962 einige Petrijünger zusammengeschlossen hatten, habe der Angelsportverein eine erstaunliche Dynamik entwickelt, erinnert er sich. Schnell wurde der Wunsch nach einem eigenen Gewässer laut. Verhandlungen mit der Stadt Griesheim endeten mit dem Abschluss eines für dreiunddreißig Jahre laufenden Pachtvertrages über ein Gelände im Münchsbruch westlich des Küchlergrabens.
Im Juni 1966 konnte dann der erste Spatenstich zum Teichbau vorgenommen und im Dezember die ersten Karpfen und Schleien in den fertigen Teich eingesetzt werden.
Da man sich nicht auf den “Lorbeeren ausruhen wollte”, begann man noch im gleichen Winter mit den Baggerarbeiten für einen zweiten Teich und errichtete eine Schutzhütte für die beim Teichbau eingesetzten Helfer. Sie bildete die Keimzelle des heutigen Vereinsheimes. Um das Landschaftsbild zu vervollständigen, wurden rund tausend Birken, Lärchen, Tannen und Sträucher gepflanzt und zur Trinkwasserversorgung ein Brunnen geschlagen.
Im Jahr 1970 erwarb der Verein einen Bagger und begann mit dem Bau eines dritten Teiches, der 61 Meter lang sein und eine Vogelinsel enthalten sollte. Um den Druck auf den fließenden Untergrund zu mindern, beseitigte man 1974 den Damm zwischen Teich 1 und Teich 2 und stellte damit ein großes Gewässer mit Vogelinsel her.
Da das Gelände immer mehr Ausflügler anlockte und auch die Zahl der Veranstaltungen zunahm, wurde das Vereinsheim immer wieder umgebaut, eine Toilettenanlage und ein Spielplatz errichtet. Obwohl das Areal vom Angelverein verwaltet und gepflegt wird, steht es jedermann offen. Zahlreiche Gäste verzeichnet der Verein am 1. Mai, an Christi Himmelfahrt und an Pfingsten. Nicht zuletzt für die Gäste wurde kürzlich eine E-Bike-Tankstelle eingerichtet, die von einer Fotovoltaikanlage gespeist wird.
Schautafeln weisen auf den Fischbestand und die Vogelarten hin. “Früher hat uns die Stadt viel geholfen. Heute versuchen wir, etwas zurückzugeben, indem wir Schulklassen einladen und Spenden übergeben”, erklärt Albrecht Kalbhenn.
Das fünfzigjährige Vereinsbestehen feiern die 136 Mitglieder mit einem Jubiläumsabend und geladenen Gästen am Freitag (9.). Am Samstag den 17.11.2012 gibt es ab 10°° Uhr ein öffentliches Schlachtessen mit musikalischer Umrahmung an der Fischerhütte.
H.Hahn beim ForellenangelnPresse